Last Minute: Rakinua – “Esi Um Ninu – Heal Us, Mother” (29.05.)

Photography by: Sandra Strele

Die Dark-Folk-/Progressive-Formation Rakinua wird ihr Debütalbum „Esi Um Ninu – Heal Us, Mother“ am 29. Mai 2026 über Dusktone veröffentlichen, was das erste Kapitel einer ambitionierten künstlerischen Vision markiert, die in Mythos, Ritual und klanglicher Erforschung verwurzelt ist.

Entstanden aus einer fruchtbaren Verbindung von Klang und Erzählkunst, stehen Rakinua als das Zusammenfließen zweier verschiedener kreativer Kräfte: die eine getrieben von einem unersättlichen Drang nach musikalischem Ausdruck, die andere begabt mit einer seltenen Gabe für narrative Architektur. Gemeinsam haben sie ein Werk gestaltet, das nicht nur gehört, sondern bewohnt werden will: eine Schwelle in eine andere Welt, in der die Zeit sich auflöst und Bedeutung in alten Symbolen eingraviert ist.

Inspiriert von alpinen Opferstätten, die fast drei Jahrtausende ritueller Praxis miterlebt haben, entfaltet sich „Esi Um Ninu – Heile uns, Mutter“ als Konzeptalbum von seltener Tiefe und Kohärenz. Seine Erzählung folgt einer Priesterin, deren verzweifelte Versuche, immer zornigere Götter zu besänftigen, letztlich ihren Stamm dem Untergang verurteilen. Diese Tragödie wird durch die Stimme eines Orakels offenbart, einer liminalen Präsenz, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft überbrückt: ein ewiger Zeuge eines Schicksals, das nicht ungeschehen gemacht werden kann.

Musikalisch durchqueren Rakinua ein weites und eindrucksvolles Spektrum. Ihr Klang hallt mit dem rituellen Puls von Heilung und Wardruna, der dunklen Introspektion von Myrkur und der progressiven Tiefe von Opeth, Porcupine Tree und Anathema wider. Doch diese Referenzen dienen nur als ferne Konstellationen; „Esi Um Ninu – Heal Us, Mother“ verfolgt seinen eigenen Weg, geleitet von einem archaischen, fast ursprünglichen Geist.

Das Album wurde von Fabio D’Amore (Serenity, Perchta) bei Synonym Of Sound produziert, mit Konzept und Texten von Velis und Madame Noctinebra. Ihre Arbeit stützt sich auf archäologische Erkenntnisse, eine verfeinerte ästhetische Sensibilität und die evocative Kraft einer vergessenen Sprache, die mit rätischen Symbolen verwoben ist. Das Ergebnis ist ein Werk von Liedern, das sowohl sorgfältig konstruiert als auch organisch ausgegraben wirkt.

Die Vision von Rakinua geht über die aufgezeichnete Form hinaus. Ihre zeremoniellen Live-Darbietungen – von dem elektrisierenden Full Electric Tribe Ritual bis hin zum intimen Acoustic Tribe Ritual – übersetzen die Essenz des Albums in immersive, gemeinschaftliche Erlebnisse. Jede Aufführung wird zu einem Akt der Erinnerung, einem Wiederentfachen von etwas, das älter ist als die Sprache selbst.

Cover und Tracklist

01. The Prophecy

02. Sacrilege

03. First Vision of the Oracle

04. Goddess of the Night

05. Second Vision of the Oracle

06. Warrior of Light

07. Third Vision of the Oracle

08. Shepherd of the Clouds

09. Fourth Vision of the Oracle

10. Spirits of Waters

11. Fifth Vision of the Oracle

12. Terra

13. Hear Me

14. Last Vision of the Oracle

15. The Old Paths – Sangue

16. Peaceful Night

Band und Credits

Velis: Lead Vocals, Percussions
Madame Noctinebra: Narrations, Percussions, Vocals

Produced and recorded by Fabio D’Amore, for Synonym Of Sound www.synonym-of-sound.art

Lead & backing vocals recorded by Fabio Trentini (Guano Apes, Subway To Sally) www.fabiotrentini.com

Mixed and Mastered by Francesco Marzona (Elisa, Ultimo, Tystnaden) & Fabio D’Amore www.francescomarzona.com

Drums performed by Niklas Müller (Ad Infinitum), with courtesy of Napalm Records

Photography by: Sandra Strele (www.sandrastrele.com), Alexandra Wahl – Oscura Lente Fotografia (www.facebook.com/OscuraLente)

Logo and graphic design by Beatrice Demori (www.beatricedemori.com)

The Live Tribe is:

Fabio D’Amore: electric bass, fretless, vocals
Sybell – Cristina Spadotto (Uttern): acoustic & electric guitars, harsh and clean vocals
Anna Eggersberger: harps, vocals
Alessandro Pedretti (Adamantis Guitar Orchestra): acoustic & electric guitars
Gabriele Boz (Sinheresy): drums & percussions

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Quelle: Anubi Press