Selfish Things – “Receptivity” (09.10.)

@Band

Zusammenfassung

Band: Selfish Things

Label: FLG Records

Genre: Alternative Rock

Land: Kanada

Order:

Quelle: CMM PR

Cover und Tracklist

01. Intro

02. Plant The Seed

03. Sunlight

04. Violence

05. Effigy

06. Cracks

07. Liability

08. Mugshot

09. Eye For An Eye

10. Outro

Sieben Jahre nach ihrem Debütalbum melden sich Selfish Things mit “Receptivity” via FLG Records, zurück.

“Das hier sollte eigentlich gar kein Album werden. Für mich – und für uns alle – ist es auch jetzt noch nicht wirklich ein Album. Eher so etwas wie … ein Abschluss, würde ich sagen. Auf unserer letzten Tour – kurz bevor COVID im Jahr 2020 die ganze Welt zum Stillstand brachte – steckte ich gerade am Anfang meiner voll ausgeprägten Sucht. Ich hasste mich selbst, und ich hasste die Welt um mich herum – viel mehr, als mir damals überhaupt bewusst war. Am 18. Mai bin ich seit vier Jahren nüchtern; ich arbeite inzwischen als Suchtberater und Therapeut und unterstütze Menschen, die mit genau denselben Problemen zu kämpfen haben wie ich – selbst jetzt noch, während meiner eigenen Genesung. Die Einnahmen aus diesem Projekt werden an die Klinik gespendet, in der ich meine Entzugstherapie absolviert habe. Und (das muss ich ehrlich zugeben): Wir wissen eigentlich noch gar nicht genau, wie es danach weitergehen soll – oder ob es überhaupt weitergehen wird.”

“Das Einzige, was mir nach dem ganzen Chaos und der Katastrophe meiner Sucht wirklich Frieden geschenkt hat, ist das Gefühl, für andere da sein und ihnen helfen zu können. Ich glaube fest daran, dass die Veröffentlichung dieses Projekts – für all jene, die diese Botschaft gerade brauchen – genau eine solche Form der Hilfe darstellt. Alles Schöne erblüht aus dem Schlamm. Alles Schöne wächst aus der Erde”, fügte er hinzu. “Dieses Werk ist all jenen gewidmet, die akzeptieren können, dass die Dinge, die sie durchgemacht haben, entweder zum Giftbecher werden können, aus dem sie trinken, oder aber zum Gegengewicht, das sie selbst und andere emporhebt. Die akzeptieren können, dass Unvollkommenheit zutiefst menschlich ist. Und dass Leid etwas zutiefst Individuelles und zugleich etwas zutiefst Universelles ist.”

“Receptivity” von Selfish Things ist ein raues und unerschrockenes Porträt der Auseinandersetzung von Frontmann Alex Biro mit dem Zusammenbruch und der Genesung. Entstanden aus der Asche eines entgleisten Lebens – geprägt von jahrelangem unermüdlichem Touren, Sucht und der Stille einer Pandemie, die zur Selbstreflexion zwang – ist “Receptivity” zugleich Rettungsanker und Wiedergeburt. Gemeinsam mit seinen langjährigen Weggefährten Michael Ticar und Mike Tompa geschaffen und von Sam Guaiana (Bayside, Neck Deep, Against The Current) abgemischt, nahm das Album während Biros ersten Tagen der Nüchternheit Gestalt an. Es ist nicht bloß eine Rückkehr – es ist eine Erklärung. Brutal ehrlich, emotional aufgeladen und tief in der Idee der Erlösung verwurzelt, steht “Receptivity” als Zeugnis für das Überleben, die Übernahme von Verantwortung und die Kraft zum Wiederaufbau, wenn alles in Trümmern liegt.

Ursprünglich als Soloprojekt von Biro gestartet, veröffentlichten Selfish Things ihre Debüt-EP “Vertical Love” (A Wolf at Your Door Records), produziert von James Paul Wisner (Paramore, Underoath, Dashboard Confessional). Die Veröffentlichung erregte die Aufmerksamkeit von Dan P. Carter von BBC Radio 1 und sicherte der Band 2017 einen prominenten Platz auf dem Cover der “New Noise”-Playlist von Spotify.

Mittlerweile seit vier Jahren nüchtern und im Bereich der Peer-Support-Arbeit innerhalb der Touring-Community tätig, beschreibt Biro die Rückkehr der Band weniger als Comeback, sondern vielmehr als eine Abrechnung – als Chance, offen und ungeschönt über Sucht, psychische Gesundheit und die Gefahr zu sprechen, Menschen auf ihre schlimmsten Momente zu reduzieren.

“Receptivity” ist ein Triumph der menschlichen Erfahrung. Es ist die Geschichte eines Mannes, der die Tiefen seines eigenen Schattens ergründet hat und sich furchtlos dem Gewitter seiner Vergangenheit stellt. In einer Gesellschaft, die von Spaltung und moralischer Selbstdarstellung besessen ist, haben die drei Freunde etwas geschaffen, das untrennbar mit der Herausforderung des Status quo verbunden ist. Ein Album, das die Geschichte eines Mannes erzählen soll – eines Mannes, der bereit ist, sich vor die Welt zu stellen und seine Gebrochenheit sowie deren Auswirkungen anzuerkennen, ohne dabei Schuldzuweisungen zu machen. Eines Mannes, der der Spaltung und dem Zorn müde ist. Eines Mannes, der sich zum Besseren gewandelt hat.

Bitte akzeptieren Sie YouTube-Cookies, um dieses Video abzuspielen. Mit der Annahme greifen Sie auf Inhalte von YouTube zu, einem Dienst, der von einem externen Dritten bereitgestellt wird.

YouTube-Datenschutzrichtlinie

Wenn Sie diese Mitteilung akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite wird aktualisiert.