Fucked Up – “Year Of The Rooster” (13.11.)

Photo by Jake Ballah

Zusammenfassung

Band: Fucked Up

Label: Tankcrimes

Genre: Punk / Hardcore

Land: Kanada / Toronto, Ontario

Order: HIER

Quelle: Earsplit PR

Cover und Tracklist

01. Clear Is The Mirror

02. Havoc In Heaven

03. Grass Can Move Stones

04. Calming Winds And Waves

Fucked Up erklimmt ihren bisher größten Hügel, um „Year Of The Rooster“ zu liefern, das dritte und letzte Kapitel der immensen „Grass Can Move Stones“-Trilogie. Dieses Werk hat sich zu einem erzählerischen Meisterwerk des neoklassischen Storytellings entwickelt, das das musikalische Finale von zwanzig kühnen Jahren Songwriting, das von Fucked Up kultiviert wurde, so elegant trägt.

Den Abschluss der Reise von Grass Can Move Stones zu erreichen, ist keine leichte Aufgabe. Monkeys tiefe Sehnsucht, sein wahres Ich zu entdecken, ist ständig auf kosmischen Schrecken und existentielle Turbulenzen gestoßen. Monkey und Good Goat beginnen nun dieses letzte Kapitel in einem urzeitlichen Reich am Anfang der Schöpfung, umworben von einer prunkvollen Armee altersloser Hähne, die das Universum in allen Stadien der Geschichte durch eine Art Spiegel namens „Der Fluss der Zeit“ sehen können. Sie und du stehen kurz davor, durch ein endloses Schlachtfeld voller dimensionen-biegender Kämpfe und Entdeckungen katapultiert zu werden.

Endlich nähert sich die Geschichte den Wahrheiten, auf die sie immer wieder hinweist, und bietet mehr als nur ein neues Universum, in dem die Fantasie blühen kann. Rooster liefert eine einfache und berührende Botschaft von Demut und Hingabe angesichts dessen, was ansonsten wie eine unüberwindbare Existenz erscheint. Solche Maximen könnten nur von einer sorgfältig gestalteten Klangwelt begleitet werden, die kompositorische Feuerwerke bietet und dabei alles aus Fucked Up’s reichhaltigem musikalischem Repertoire berührt.

Wie immer gesanglich angeführt von Tuka Mohammed und Damian Abraham, bietet Fucked Up’s “Year Of The Rooster” eine tiefe Besetzung an Künstlern. In einem beispiellosen generationenübergreifenden Crossover enthält “…Rooster” ein Duett zwischen Keith Morris von Circle Jerks/Black Flag und Debsey Wykes von der Dolly Mixture, der First Lady des Twee-Pop, in reichen Abschnitten sanfter Balladen wie 1000 Year Old Monkey und 1000 Year Old Goat.

Chris Hansell von Warthog und Thurston Moore von Sonic Youth spielen als Spione der Unterwelt, Mr. Eye und Mr. Time, auf Abruf ihres bösen Meisters Jade Monkey, der so brutal von John Brannon (Negative Approach) dargestellt wird. Mac Kennedy von Poison Ruin und Graeme Mackinnon von Home Front sind Perceval und junger Prinz Grin, herbeigerufen aus dem Universum von Fucked Up’s “Year Of The Horse”, um erneut in den Kampf zu ziehen.

Charlie Manning Walker (Chubby And The Gang, The Chisel) liefert eine erschütternde Leistung als General Rooster, ein verlebter Offizier in einer ätherischen Armee, die einen Kurs durch die Zeit in mehreren Passagen nimmt, die mehr als würdig für die Gitarren von Hetfield und Hammett sind.

Isla Craig, Annie-Claude Deschênes und Carson McHone treten erneut als Hare, Tiger und Ox auf, und unser Chor der Erzähler umfasst jetzt die kanadische Opernsängerin Amy Gottung, den Filmschauspieler Julian Richings, die himmlische Stimme von Hidden World Heidi Hazelton und den Candy-Frontmann Zak Quiram.

Die referenzielle Natur des Songwritings auf Grass Can Move Stones wird am deutlichsten auf “Year Of The Rooster”, mit neuen Adaptionen des Katalogs von Fucked Up, die in dessen Fundament geschrieben sind. So sicher, wie es ein Drehbuch gibt, das eine Geschichte erzählt, könnten die kompositorischen Elemente ebenso ihr eigenes Buch haben. Themen übernehmen in neuen Kontexten neue Aufgaben, und sowohl subtile als auch offensichtliche Referenzen auf Fucked Up’s “Hidden World” und “The Chemistry Of Common Life” sind zwischen all den musikalischen Neologismen zu hören. Gitarrenharmonien von Thin Lizzy, die Vocal-Stapel von ELO und Queen, beide gegen die dunkle Intensität von Ulver geschleift, die scharfen Zähne von Slayer in der “South Of Heaven”-Ära, weit schwingende akustische Passagen voller Groove, hämmernder Sludge, eingängiger tanzbarer Indie und die schimmernde Schönheit der vielfachen Gitarrenwelten von Fucked Up.

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