girli – „it’s just my opinion“ (08.05.)

Zusammenfassung

Band: girli

Album: „it’s just my opinion“

Datum: 08.05.2026

Label: Believe Music

Genre: Alt-Pop

Land: UK / London

Order: HIER

Quelle: Better Call Rob

Cover und Tracklist

01. Blue Sky

02. Slap On The Wrist

03. Pedestal

04. Don’t Make Me Cry

05. Bones

06. Lifestyle

07. Romantic Sadness

08. Squirm

09. Light In The Dark 

10. Traces

11. Better Undressed

12. The Answer

Mit der Ankündigung ihres dritten Albums betritt girli selbstbewusst ihre bislang ehrlichste künstlerische Phase. Das kommende Werk ist pointiert, geschlossen und fest verankert in dem, wofür sie von Anfang an stand. Aufgewachsen im Norden Londons, sog sie die Hektik, die Hooklines und die Unmittelbarkeit der Indie-Sleaze-Ära in sich auf – jene rohe, verschwitzte Energie zwischen DIY-Attitüde und Pop-Appeal. Heute kanalisiert sie genau dieses rastlose Momentum in Songs, die sich lebendig anfühlen, pulsierend wie ein überfüllter Clubabend in Camden oder Shoreditch. Es ist klassischer girli-Alt-Pop: nostalgisch, chaotisch, furchtlos – nun jedoch mit einer neuen, geschärften Klarheit.

“Romantic Sadness“ verwandelt Herzschmerz in Stärke – und Selbstliebe in ein als Pop-Hymne getarntes Statement. Getragen von ätherischen Synthesizern, cineastischen Streichern und einem kraftvollen, vorantreibenden Beat fängt der Song den seltsamen Impuls ein, Schmerz zu romantisieren, um ihn überhaupt aushalten zu können. Geschrieben wurde er als Versuch, die Tränen über eine Liebe zu stoppen, die noch immer nachhallt – in jenem fragilen Zwischenraum aus Verwüstung und Verdrängung, in dem das Vortäuschen von Stärke fast beginnt, sich real anzufühlen.

Mit Zeilen wie “I tried to turn it all into a story, forget that it’s happening to me“ klingt die Stimme roh, emotional und bestimmend zugleich. Der Song wirkt euphorisch, doch seine Energie speist sich aus Verletzlichkeit – nach außen hin beschwingt, im Inneren schmerzhaft. “Romantic Sadness“ markiert das letzte Kapitel einer Liebesgeschichte und verwandelt Tränen in etwas beinahe Triumphales.

“Der Song basiert auf etwas, das meine jüngere Schwester zu mir gesagt hat. Sie ging gerade durch eine Trennung und meinte: ‘Es ist schwer, wenn man die Traurigkeit nicht einmal mehr romantisieren kann – und es einfach nur traurig ist.‘ Da wusste ich, dass ich darüber einen Song schreiben muss: über die Art und Weise, wie wir versuchen, unser Leben zu romantisieren, um mit schwierigen Dingen umzugehen, und Trost darin suchen, uns wie die Hauptfigur eines kunstvollen Indie-Films zu fühlen. Die Lyrics sind sehr visuell – Lippenstift am Weinglas, Rauchen auf der Fensterbank, Jane-Austen-Romane und Robyn-Trennungssongs. Es geht darum, vor der eigenen Traurigkeit davonzulaufen – und darum, dass sie einem trotzdem überallhin folgt.“

Als offen LGBTQ+ lebende Künstlerin und engagierte Stimme für gesellschaftlichen Wandel verknüpft girli weiterhin ihre persönliche Geschichte mit größeren kulturellen Diskursen. In ihren bisherigen Arbeiten thematisierte sie unter anderem Identität, Politik und mentale Gesundheit – und auch dieses neue Kapitel knüpft an denselben aktivistischen Spirit an, erzählt ihn jedoch aus einer sanfteren, menschlicheren Perspektive.

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