KOMAHAWK – “Doomsday for Democracy” (12.06.)

Zusammenfassung
Band: KOMAHAWK
Album: “Doomsday for Democracy”
Datum: 12.06.2026
Label: Fuego Records
Genre: Thrash / Hardcore / Punk
Land: Deutschland / Bremen
Order: HIER
Quelle: United Forces PR
Cover und Tracklist

01. The Bleeding
02. Rich & Dead
03. Doomsday For Democracy
04. Slayer Saves
05. Wrong Way Driver
06. Last Trip
07. New World To Kill
08. Blow On The Coals
09. Unspoken
10. Hellhole
11. Killing Lifegiver
12. The Hope Dies Last
Die 90er Jahre waren das Jahrzehnt des Aufbruchs: alles war erlaubt und so entstanden eine Menge neuer musikalischer Fusionen und kreative, Genre übergreifende Formationen. Bremen war stets ein Hotspot für Punk und Hardcore und 1992 kam mit der Gründung von KOMAHAWK frischer Wind aus der Wesermetropole. Die Band fand ihren Sound im kraftvollen Crossover aus Thrash, Hardcore und Punk.
Bereits 1994 erschien ihr Debütalbum „NO HOPE FOR TOMORROW“, gefolgt von einer Europatour 1996 als Support der amerikanischen Thrash-Legenden SACRED REICH. Im selben Jahr (1996) veröffentlichten KOMAHAWK ihr zweites Album „Slow“, bevor 1998 das dritte Werk „Rhytmo Fantastico“ folgte.
„Die Welt hat sich nicht sonderlich gebessert. Songs wie „Thirst for Power“, „No Hope For Tomorrow“ und „Sick Society“ sind aktueller denn je. Es ist schön, unsere musikalische Entwicklung zu sehen und es war uns stets wichtig, dass man die Wut auf die Welt und die befreiende Leidenschaft zur harten Underground Musik spürt“, reflektiert Vokalist und Gitarrist Lars „Diggn“ Groß. Im Jahr 2000 legten KOMAHAWK eine längere Pause ein. In dieser Zeit entstanden neue Projekte wie die Band CAPSIZE und Frontmann Lars wurde Mitgründer der national erfolgreichen Combo PRESIDENT EVIL, die im Geiste und Herzen das weiterführten, was mit KOMAHAWK Anfang der Neunziger begann und sie stets begleitete.
Den ersten Impuls zur Wiedervereinigung löste das 20-jährige Jubiläum ihres Debüts „NO HOPE FOR TOMORROW“ aus, dass zu einem exklusiven Gig in der Bremer „Towerbar“ führte. „Das hat denn so gefunkt, dass wir weiter geprobt haben. Wir sind ja kreative Musiker mit vielen Ideen, die raus müssen“, erklärt der Sänger und Saitenhexer. Man ließ es langsam angehen, denn die Lebensuhr dreht sich weiter und Prioritäten ändern sich. Der Bund der Freundschaft blieb sowie du Lust, gemeinsam im Proberaumbunker sowie in den Clubs zu stehen, neuen Stoff zu spielen sowie den Klassikern von damals, neuen Wind einzuhauchen. Schließlich kam Corona und nach dem Ende der Pandemie ging es dann mit dem Ziel weiter, mehr Songs zu schreiben und am Ende ein neues Album am Start zu haben. „Wir haben dann wie früher am Wochenende geprobt, uns die Zeit genommen und die Ideen gemeinsam ausgearbeitet. Das Album habe wir dann im DIY-Modus im Proberaum Stück für Stück aufgenommen und alles am Ende bei mir Zuhause gemischt“, freut sich Lars Groß, der zwischenzeitlich auch als Live-Gitarrist bei den befreundeten MOTORJESUS aushalf und seine Thrash und Hardcore Roots auf Ewig im Blut hat.
„Aus musikalischer Sicht ist noch mehr dazugekommen. Twin-Melody-Gitarren oder Blues angehauchte Soli hatten wir früher z.B. gar nicht. Wir machen nur Musik, die wir fühlen und dahinterstehen. Wenn ein neuer Einfluss kommt und sich gut anfühlt, dann ziehen wir das durch. Es bewegt sich aber meist zwischen Punk, Thrash Metal und dem Hardcore Bereich. Deshalb sind die Lieder auf der neuen Platte recht unterschiedlich. So mögen wir das. Musik ist die größte Freiheit, die wir haben und da lasse ich mir nicht reinreden.“
Spricht man mit dem Bandgründer über seine Wurzeln, so fallen Namen wie SLAYER, EXODUS und PANTERA in einem Atemzug mit ZZ TOP, MOTÖRHEAD und SICK OF IT ALL. „Am Punk hat mich immer mehr der Lebensstil und die Attitüde interessiert, die vor allem textlich oft die Oberhand hatte.“ Daran hat sich auch nach über drei Jahrzehnten nichts geändert, die Welt ist seitdem keine bessere geworden. Der Titelsong „Doomsday for Democracy“ spricht daher Bände. „Die Demokratie wird zu Grabe getragen und die Träger gehen mit unter. Jeder dumme Mensch hat mit dem Internet ein Sprachrohr bekommen. Das ist sehr häufig schwer zu ertragen. „Blow on the Coals“ beschreibt den erstmal nur unscheinbar glühenden Faschismus, der weltweit nur darauf wartet, ein Fegefeuer zu werden. Es gibt aber auch sehr persönliche Texte wie in „Unspoken“, der von dem Tod meines Vaters handelt sowie „Killing Lifegiver“, über meine Erfahrungen in der Chemotherapie, die ich bekommen habe.“
KOMAHAWAK’s Backkatalog Alben wurden soeben erstmals digital neu veröffentlicht und am 12. Juni soll „Doomsday for Democracy“ schließlich digital über FUEGO RECORDS sowie als limitierte CD via dem KOMAHAWK eigenen Bandcamp Shop erscheinen. Das Cover-Artwork sticht ins Auge und untermauert nochmals die Message des neuen und nunmehr vierten KOMAHAWK Albums.
„Die Freiheit ist für mich das größte Gut der Menschen. Die Demokratie ist Ausdruck der Freiheit und sie ist anstrengend, zeitintensiv und verlangt den Leuten einen gewissen Einsatz ab. Viele Menschen scheinen aber heute ihre Verantwortung, alles sozial erreichte abgeben zu wollen, an Menschen, die sie ausbeuten, die Menschen unterdrücken und faschistische Systeme etablieren wollen. Das Ganze läuft in Szenarien ab, die mir alles abverlangen, weil man da so viel dumme Scheiße hören muss, die man eigentlich gar nicht fassen kann. Diese dystopischen Gedanken oder Szenarien spiegeln sich im Cover und Titel wider“, resümiert Groß – ist jedoch trotz aller Wut und des Frust froh über das Ventil, das er und seine Mitstreiter mit KOMAHAWK besitzen. „Wir sind alle alte gute Freunde. Wir kennen uns teilweise seit 40 Jahren. Wir sind wie ein altes Ehepaar. Man kann sich auch mal stabil anschreien, weil man weiß, dass morgen wieder alles gut ist. Im Endeffekt ist die Musik unser Ehering.“
