Skald – “Ørlǫg” (25.09.)

[Photo Credit: Romy Lena]

Zusammenfassung

Band: Skald

Label: Napalm Records

Genre: Nordic Folk

Land: Frankreich

Order: HIER

Quelle: Napalm Records

Cover und Tracklist

01. Draumakona

02. Myrkviðr

03. Ratatoskr

04. Dǫkksalir

05. Útgarðr

06. Ek skald rida

07. Himinbjǫrg

08. Heiemo og Nykkjen

09. Veit barnit

10. Eldr ok iss

    Die französischen Ritualisten SKÁLD heben den Schleier und erlauben uns einen weiteren Blick auf unser uraltes Schicksal. „Himinbjǫrg“, die zweite Single vom kommenden Album “Ørlǫg” (erscheint am 25. September 2026 über Napalm Records), greift bis an den Rand von Asgard, dem Reich der Götter. Im gleichnamigen Schloss im Himmel wacht Heimdall über die Regenbogenbrücke Bifröst und hält Ausschau nach Eindringlingen. SKÁLD verleihen dem Wächter von Asgard eine kräftige Stimme und machen den Song so zu einem ebenso eindringlichen wie beruhigenden Lotsen durch unser oft vernebeltes Schicksal. Der von Trommeln angetriebene Track erweitert die Einladung der Folk-Band, sich auf alte Zeiten einzulassen und mit wiedererweckten Geistern zu tanzen.

    SKÁLD über „Himinbjǫrg“: „‚Himinbjǫrg‘ lädt uns dazu ein, an die Schwelle zu treten, an das Tor am Rande der Welt, um uns dem Blick des Wächters zu stellen – sind wir bereit, gerichtet zu werden, wenn wir das Ende der Brücke erreichen? Die Klippen im Himmel sind ein Spiegel unserer Handlungen und Ambitionen, unseres Ørlǫg. Es ist ein langer Weg bis hin zu etwas Größerem – lasst uns dem ohne Angst entgegenstreben.“

    Willkommen in einer vergangenen, doch nicht vergessenen Zeit: SKÁLD hauchen mit “Ørlǫg” alten Geistern neues Leben ein. Das am 25. September 2026 erscheinende Album ist nicht nur das erste Werk der Band über Napalm Records, es ist auch ein Ausdruck des Schicksals. Wie die Nornen die Zukunft weben, ist das Album ein faszinierendes Tor in unsere unberührten Ursprünge und die Konsequenzen unserer Entscheidungen. Mit zehn neuen Songs als Trittsteinen ist “Ørlǫg” eine Einladung, zuzuhören, zu verweilen, zu reflektieren – und etwas vormals Unerkanntes in uns selbst zu finden. SKÁLD machen nicht einfach nur Musik, sie erwecken alte Weisen.

    Längst Vorreiter des Neofolk-Genres präsentieren SKÁLD mit ihrem neuesten Album ein beeindruckendes Kunstwerk. Respektvoller Umgang mit den Quellen erhält alte Geister und formt die bezaubernde Welt von “Ørlǫg”. Die Sprache mag ungewohnt klingen, doch die Musik berührt die Seele.

    SKÁLD über “Ørlǫg”: „”Ørlǫg” ist das kosmische Netz, das Einfluss auf die Welt und alle Menschen nimmt. Teil unseres Ørlǫg ist durch unsere Geburt, unsere vergangenen Handlungen und wie wir aufwachsen bestimmt, doch Ørlǫg ist nicht in Stein gemeißelt – unsere täglichen Entscheidungen formen es ständig. Was wir jetzt machen und was wir in der Vergangenheit getan haben, legt fest, was uns in der Zukunft geschehen wird. Wir können den Konsequenzen unserer Handlungen nicht entfliehen. Das Album lässt uns unsere Entscheidungen – sowohl individuell als auch kollektiv – hinterfragen sowie die Muster, die wir akzeptieren oder ablehnen. Die Nornen weben unser Schicksal, doch wir haben Kontrolle über einige Dinge: Reisen, die Welten zu befahren und zu wachsen. Jeder Song auf diesem Album beschreibt eine Situation, einen Ort, eine Entscheidung, die getroffen werden muss. Lasst uns unser Ørlǫg in die Hand nehmen.“

    Der atmosphärische Weg dahin, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, beginnt im Traumreich von „Draumakona“, einem ausdrucksstarken Blick auf die weibliche Seite schamanischer Weissagung. Die französische Band konstruiert ihre nordischen Folk-Melodien hier besonders eingängig und vertont durch den Wechselgesang zwischen weiblichem Lead und vielschichtigen Stimmarrangements das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gemeinschaft. Inspiriert von skaldischer Poesie nutzen SKÁLD zu dieser Zeit passenden Instrumente: “Ørlǫg” nimmt durch nordische Streicher, verschiedene Arten von Harfen und Lauten, Hörner, Kantelen, Flöten und weitere Instrumente sowie drei Hauptstimmen Gestalt an. „Myrkviðr“ greift die überzeugende Energie des Eröffnungsstücks auf, rückt jedoch männlichem Gesang in den Vordergrund. „Ratatoskr“ trägt die Botschaft intoniert von klappernden Geräuschen und Kehlkopfgesang fort, die in eindringliche Wiederholung des Namens des titelgebenden Eichhörnchens auslaufen.

    Für „Dǫkksalir“ lockern SKÁLD ihre Melodien und gestalten den sanften Song beinahe so bezirzend wie ein Schlaflied – und damit passend zum Konzept der ebenso reizenden wie schrecklichen Sirenen, die in der Dunkelheit lauern. „Útgarðr“ kontrastiert die verschiedenen Stimmen, indem die Passagen überlappend und mit wechselndem Fokus gesungen werden, bis hin zum Gänsehaut-Höhepunkt – auf den sofort das gegensätzliche „Ek skald rida“ folgt, das trotz ähnlicher Technik ruhigste Lied des Albums. „Himinbjǫrg“ greift nach dem Rand von Asgard, wo Heimdall die Regenbogenbrücke Bifröst bewacht. SKÁLD schenken ihm eine durchsetzungsstarke Stimme, sodass das Stück als nachdrücklicher, doch auch ermutigender Lotse in Richtung des manchmal vernebelten Schicksals führt. „Heiemo og Nykkjen“, Interpretation einer traditionellen Volksweise aus dem heutigen Norwegen, schlägt sowohl in der Instrumentierung als auch in der Gesangsdarbietung einen sparsameren Weg ein, während „Veit barnit“ sich nicht nur inhaltlich auf das Wissen von Kindern beruft, sondern die üblichen Harmonien auch mit deren Stimmen ergänzt. Das düstere Finale „Eldr ok iss“, Altnordisch für „Feuer und Eis“, spielt erneut mit Kontrasten und referenziert dabei den Schöpfungsmythos, in dem das Urwesen Ymir zum Beginn der Zeiten dem Aufeinandertreffen des Feuerreichs Muspelheim mit dem eisigen Niflheim entsprang. SKÁLD bauen einen passenden Spannungsbogen mit entsprechend dunkler Atmosphäre.

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