Blut und Tod – „Lasst den Streit“

Pünktlich zum 1. Advent brennt das erste Kerzchen auf dem Plattenteller. Und wie ihr euch vorstellen könnt, wird es alles andere als besinnlich, obwohl….. Was passiert also, wenn man sich selbst und Weihnachten nicht ganz so verbissen sieht.
Der Nikolaus traut sich nur noch verschämt um die Ecke zu schauen, da Blut und Tod besser den Krampus herauslassen können. Hier kommt ein wenig die Neue Deutsche Härte zu Weihnachten auf Kosten des lieben Geschenkebringers.
Auch vor nicht vergüteter Kinderarbeit wird nicht zurückgeschreckt, wahrscheinlich wurde die Verantwortung der Bezahlung an den dicken Mann abgewälzt. Damit kann man dieses Album auch tatsächlich als Familienarbeit bezeichnen.
Bei „In der Weihnachtsbäckerei“ kann ich mir lebhaft eine Teigschlacht vorstellen und wie Kokosmakronen und Linzer Plätzchen tief durch die Küche fliegen und ausgestochene Kekssorten liebevoll mit roter Lebensmittelfarbe verziert werden.
Zu Weihnachten streiten scheint in einigen Familien zur Tradition zu gehören und mit dem „Macht die Türen auf“ würde eine lautstärkere Konkurrenz um den Titel „Streithammel“ entbrennen.
Dreistimmig zu singen kann auch seine Tücken haben, eine Konvulsion von schrägen Blockflötentönen (wird euch bekannt vorkommen), und auch hier mussten diverse Kinder herhalten um die schiefen Tonlagen mit herzallerliebsten Einlagen zu mildern.
Unser Favorit „Wonderful Christmastime“ mischt dunklen Metal mit symphonischen Chorälen und richtiger Vorfreude auf die besinnliche Zeit. Kennt ihr das Gesicht der Kinder, wenn man zur Familie fährt und dort brav sein muss? Ungefähr so könnt ihr euch den Grundtenor vorstellen. Auch eine Spracheinlage a la Sir Christopher Lee wird harmonisch unterlegt, leider kann ich nicht sagen, ob das Budget für diesen ausgereicht hat. Dramatisch und schwermütig fährt das Auto nun Richung Familienessen.
Das Original „Ich bin der Tod“ + „Omas ist an allem schuld“ + sowie weitere obscure Texte wurden einfach zum „WeihnachtsBUTley“ umgetextet. Also freut euch auf die neue Weihnachtsgeschichte, obwohl ich bezweifle, dass die Kirche dies in den akzeptierten Kanon übernimmt und es daher Legend bleiben wird. Spoileralarm: Jesus ist an Allem schuld! Jesus ist die Oma! Skandal, die Kirche belügt euch und vertuscht die Wahrheit des gesegneten Festes.
Als besinnlicher Abschluss wurde eine Abwandlung von „In der Weihnachtsbäckerei“ gewählt. Bitte dies nicht als Arbeitsanweisung für die Feiertage zu sehen.
Seien wir ehrlich, ohne Omas ist Weihnachten eh mies. Wer kann am besten lecker Essen zaubern und verhindert das die Hose über die Feiertage rutschen könnte, auch für Nachschub auf dem Heimweg und weitere 2 Wochen wird fröhlich gesorgt, da die Kinder ja nicht kochen können. Und im schlimmsten Fall sind sie die Schiedsrichter über die Erziehungsmethoden der Kinder respektive Enkel.
Ohne Omas ist alles doof.
Cover und Tracklist

01. Lasst uns froh und munter sein
02. Dicke rote Kerzen
03. In der Weihnachtsbäckerei
04. Macht die Türen auf
05. Knospen springen auf
06. Wonderful Christmas Time
07. Weihnachtsmedley
08. Bonus: Weihnachtsschlägerei
Fröhliche und erholsame / besinnliche Weihnachten mit euren Familien, Freunden, Haustieren und allen die euch am Herzen liegen. – wünscht das Team von Musicpunch
Und denkt dran – Familie fängt nicht beim Blut an, hört aber auch dort nicht auf.
