Glen – „It Was A Bright Cold Day In April“ (20.02.)

Zusammenfassung
Band: Glen
Album: „It Was A Bright Cold Day In April“
Datum: 20.02.2026
Label: Kapitän Platte
Genre: Post-Rock / Neo-Krautrock
Land: Deutschland / Berlin
Order: HIER
Quelle: Creative Eclipse PR
Cover und Tracklist

01. Frenzy
02. Lotosesser
03. Brute Force
04. Sublime
05. … and the clocks were striking thirteen
06. Zugzwang (Bonus)
07. Il Ricordo (Bonus)
Die friedliche Szenerie auf dem Albumcover weckt einen trügerischen Eindruck einer Welt im Schwebezustand, die in Sekunden zu Asche werden könnte. Wie ein zeitgenössischer Nachfahre von Angelus Novus treibt der Sturm, den wir „Fortschritt“ nennen, den Engel der Geschichte rückwärts in die Zukunft, während er der Vergangenheit gegenübersteht, die vor ihm Ruinen auf Ruinen anhäuft.
Die fünf Gedichte im aufklappbaren Umschlag skizzieren die Erzählstruktur des Albums, vom Mahlstrom des eröffnenden Tracks „Frenzy“ bis zu den warnenden Kirchenglocken am Ende des Albums … und die Uhren schlugen dreizehn, die den verführerischen Lotosesser umrahmen, gefolgt von dem Ausbruch von „Brute Force“, begleitet vom unheimlichen Knarren und Splittern von Kriton Beyers Daxophon und Norbert Stammbergers wütendem Sopran- und Baritonsaxophon, während „Sublime“ zwischen der Freiheit des Aufstiegs jenseits der Schwerkraft und einem unaufhaltsamen Zurückgeschleudertwerden zur Erde schwebt.
Das Grenzgänger-Quartett aus Berlin, Deutschland, bekannt für seine intensive Mischung aus Art-Rock, Post-Rock und freier Improvisation, erweitert sein klassisches Line-up aus zwei Gitarren (Wilhelm Stegmeier, Eleni Ampelakiotou), Bass (Roland Feinaeugle) und Schlagzeug (Achim Faerber) mit diesen Gastauftritten und einer Vielzahl von Instrumenten von Clavinet bis Synthesizer, wodurch sie ihre immersiven, dichten, langsam entflammenden Klangstrukturen und faszinierenden, durchscheinenden Klanglandschaften schaffen, die von Wiederholung, Spannung und ständiger Transformation geprägt sind und zwischen explosiver Energie, struktureller Präzision und frei fließender Improvisation wechseln. Physisch, atmosphärisch und kompromisslos oszilliert Glen zwischen Minimalismus und Ausbruch. Roh, aber gezielt – ein kontrolliertes Chaos, geprägt von Wiederholung, Reibung und allmählicher Metamorphose.
Das Album wurde im andereBaustelle-Aufnahme Studio in Berlin aufgenommen, vom Einstürzende Neubauten-Produzenten Boris Wilsdorf und von der Produzentenlegende MACK abgemischt (der seine Karriere in Giorgio Moroders Musicland Studios begann, mit Bands wie Marc Bolans T. Rex, Led Zeppelin, Rolling Stones, frühes Deep Purple, Black Sabbath, Sparks usw. arbeitete und einige der am meisten gelobten Alben von Queen produzierte), und genießt, wie bei den vorherigen Alben, Glen’s transzendente Kraft, indem er zu seiner klanglichen, makellosen, eindrucksvollen Klarheit beiträgt.
