Lungburner – „Dogma“ (17.04.)

Zusammenfassung

Band: Lungburner

Album: „Dogma“

Datum: 17.04.2026

Label: Terminus Hate City

Genre: Sludge /

Land: USA / Georgia / Atlanta

Order:

Quelle: C Squared Music

Cover und Tracklist

01. Adamu

02. Rapture

03. The Sin Of Deficance

04. (Bhajan) The Fall

05. Apostasy

06. Misery

07. Pistus Sophia

Das Heavy-Music-Kollektiv Lungburner aus Atlanta, Georgia, wird am 17. April 2026 ihr drittes Full-Length-Album „Dogma“ über Terminus Hate City Records veröffentlichen. Das 2025 geschriebene und vollständig von der Band aufgenommene, produzierte, abgemischte und gemasterte Album fängt ein, wie Lungburner ihre klangliche Identität erweitern und gleichzeitig den konzeptionellen und emotionalen Umfang ihrer Musik vertiefen. Auf sieben Tracks und knapp über vierzig Minuten Länge verbindet das Album die Wucht des Southern Sludge mit progressiver Komposition, atmosphärischer Elektronik und sich entwickelnden melodischen Strukturen.

Begrifflich untersucht „Dogma“ die psychologischen und spirituellen Konsequenzen fest verankerter Glaubenssysteme. Ausgehend von Mythologie, Philosophie und persönlicher Reflexion untersucht das Album, wie übernommene Vorstellungen über Religion, Kultur und Identität menschliches Verhalten und Wahrnehmung prägen. Jede Komposition nähert sich dem Thema aus einer anderen Perspektive und bildet eine fortlaufende Erzählung, die sich durch Erwachen, Rebellion, Kampf und schließlich Gleichgewicht bewegt.

Das Album beginnt mit „Adamu“, das mit tribalischen Percussion-Samples und einem Aufruf an den gefallenen Engel Luzifer beginnt, bevor es sich in ein treibendes Riff entfaltet, das von tiefem Bass und aggressivem Gesang getragen wird. Der Titel bezieht sich auf das babylonische Konzept des ersten Menschen und rahmt die Erforschung des Liedes über das Aufkommen des menschlichen Bewusstseins und die unbequeme Erkenntnis des eigenen Platzes innerhalb größerer Systeme von Glauben und Struktur.

„Rapture“ folgt mit schnellen Gitarrenarbeiten und schwerer rhythmischer Intensität und integriert Elemente des modernen Metals neben dem etablierten tief gestimmten Fundament der Band. Der Song wechselt zwischen melodischen Passagen und treibenden Grooves, während er den Moment der persönlichen Erkenntnis untersucht, der mit der Ablehnung übernommener Wahrheiten einhergeht.

„The Sin of Defiance“ bietet eine melodischere Eröffnung, bevor es zwischen hypnotischen Bassbewegungen und schweren Gitarrenpassagen wechselt. Die Texte beziehen sich auf Erfahrungen mit Disziplin, Hierarchie und Überleben und reflektieren die Spannung zwischen Gehorsam und Individualität innerhalb von Systemen, die absolute Loyalität verlangen.

„(Bhajan) The Fall“ markiert einen Wendepunkt in der Atmosphäre des Albums. Beginnend mit dem Zwischenspiel „Bhajan“, einem Stück, das viele Jahre zuvor ursprünglich konzipiert wurde, führt der Track Synthesizer als ein prominentes Element ein und verlangsamt das Tempo zu einer meditativen und gewichtigen Entwicklung. Die Komposition erforscht die Desorientierung, die mit der Selbstverwirklichung einhergehen kann, wo Klarheit und Angst koexistieren.

„Apostasy“ beginnt mit einer gesprochenen Passage des Philosophen Jiddu Krishnamurti, in der er die Gefahren institutionalisierten Glaubens anspricht. Der Track leitet stark kontrollierte Aggression und rhythmische Präzision und vertieft dabei das zentrale Thema des Albums, sich von überlieferter Lehre zu lösen, um persönliche Wahrheit zu suchen.

„Misery“ setzt die Erforschung innerer Konflikte auf dem Album mit einem der schwersten klanglichen Momente fort. Mit Gitarren, die auf ein extrem tiefes Register gestimmt sind, und geschichtet mit Samples und Synthesizer-Texturen, reflektiert der Song die Notwendigkeit, Illusionen zu konfrontieren und die Realität ohne Kompromisse anzuerkennen.

Das Album endet mit der neunminütigen Komposition „Pistus Sophia“, die sich allmählich durch sich entwickelnde melodische Passagen und eine rituelle Atmosphäre entfaltet. Der Titel verweist auf Sophia aus der gnostischen Tradition, eine Figur, die Weisheit und das Gleichgewicht spiritueller Kräfte repräsentiert. Die Einführung enthält ein gesprochenes Gebet an Lilith, vorgetragen auf Polnisch von Aleksandra Anderberg, deren bildnerische Kunst auch das Cover von Dogma gestaltet. Der Track schließt das Album ab, indem er über die doppelte Natur der spirituellen Erfahrung und die Suche nach Gleichgewicht zwischen gegensätzlichen Kräften reflektiert.

Kurzfazit

Der perfekte Soundtrack für eine Warhammer 40K-Sitzung. Tief und eindringlich setzt sich die Musik in den Gehörgang und senkt den Stresspegel. Quasi eine Kuscheldecke für dunklere Musikenthusiasten. Ich finde es gut, das die Vocals ein wenig gedämpfter und nicht im Vordergrund sind. Das gibt dem Instrumentalabteilungen mehr Bühne. Obwohl die Stimmleistung (vor allem bei „The Sin Of Defiance) schon sehr beachtlich ist.

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