Rats Will Feast – „An Evocation“ (03.04.)

Zusammenfassung
Band: Rats Will Feast
Album: „An Evocation“
Datum: 03.04.2026
Label: Time To Kill Records
Genre: Post-Hardcore
Land: Finnland
Order: HIER
Quelle: Anubi Press
Cover und Tracklist

01. First Snow
02. Burns Cold
03. Observer
04. Smartless
05. Frail Bones
06. An Evocation
Die finnische Hardcore-Band verfeinert und erweitert weiterhin ihre unverkennbare Mischung aus extremer Aggression, halluzinatorischem Chaos und melodischer Tiefe. Nach der zerstörerischen Intensität von „Hellhole“ verspricht die neue EP einen fokussierteren und klarer definierten Ausdruck des sich entwickelnden Sounds der Band, der sowohl die Brutalität als auch die emotionale Resonanz einfängt, die zu ihrem Markenzeichen geworden sind.
„An Evocation“ feiert RATS WILL FEASTs vielseitige und einfallsreiche Interpretation des modernen metallischen Hardcore. Die neue EP ist die klarste und prägnanteste Darstellung dessen, was die Band sagen möchte und welches Ziel sie mit ihrem Sound verfolgt. Das Klangbild des Albums ist dicht, abwechslungsreich und strahlt eine breite Palette von Tönen aus, die die Band seit 10 Jahren begleiten.
Die Band erkundet auf dem Album eine Vielzahl von Ausdrucksformen, da die Gewalt und Unberechenbarkeit des Klangs mit einem intensiv melodischen Ansatz ausgeglichen wird. Während der erste Track „First Snow“ den Hörer mit seinen ruhigen Klanglandschaften in ein falsches Gefühl von Geborgenheit wiegt, erreicht das Album schnell den charakteristischen Sound der Band von extremer Aggression und halluzinatorischem Chaos.
Von den brennenden Beats und dem rasenden Riffing auf Tracks wie „Smartless“ und „Frail Bones“ bis hin zur erdrückenden Wucht von „Observer“ und „An Evocation“ ist der Sound des Albums ein kraftvoller Ausdruck unerschütterlichen Hardcore mit unnachgiebiger Emotion. Während das Album ein breites Spektrum bietet, bleibt es dennoch auf den charakteristischen Sound der Band fokussiert.
Lyrisch ist „An Evocation“ ein Porträt einer Geisteslandschaft, die versucht, das Leben so zu akzeptieren, wie es ist. Heavy-Metal-Bands stellen sich oft verschiedene Dystopien und Fantasiewelten vor, über die sie singen. „An Evocation“ sehnt sich nach einem sicheren Zufluchtsort im Chaos dieser Welt und Gesellschaft.
Die Texte versuchen, eine Person darzustellen, die zwischen verschiedenen Ebenen von Akzeptanz und Groll hin- und herwechselt. Sie sind ein Schnappschuss eines Prozesses, der das Leben aller berührt. Zwischen den Zeilen reflektieren die Lieder auch über die Frage, was einen immer wieder auf die Bühne bringt und warum es für einen selbst und andere wichtig ist, diese Art von Musik zu schreiben und aufzuführen. Schwere Musik zu spielen ist ein Ventil, das schmerzhafte und schwierige Dinge in eine Art schöne, handhabbare Form fließen lässt.
