06.10.2025 – Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox im Circus Krone, München

Am 6. Oktober war es wieder soweit: Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox gastierte im
traditionsreichen Circus Krone in München.

Das vor über zehn Jahren von Pianist und Arrangeur Scott Bradlee gegründete Projekt vereint Musikerinnen und Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen und verwandelt aktuelle Popsongs in nostalgische Klangwelten. Dabei entstehen charmante Mischungen aus dem Flair eines verrauchten
Jazzclubs der 1920er-Jahre, einem Hauch Varieté, einer Prise Rock’n’Roll der 1950er und dem Glanz klassischer Musikrevuen.

In einer diesmal kleineren, aber feinen Besetzung nahm das Ensemble das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise. Bekannte Hits wurden im Stil vergangener Jahrzehnte neu interpretiert – elegant, witzig und voller Spielfreude. Die drei Sängerinnen Ashley Campbell (auch an Banjo und Gitarre), Amber Woodhouse (Saxophon) und Olivia Jones überzeugten sowohl gemeinsam als auch mit ihren individuellen
Soloperformances. Unterstützt wurden sie von einer eingespielten Band, unter anderem mit Jack Amblin an Schlagzeug und Waschbrett – letzteres kam bei einem virtuosen Solo besonders zur Geltung.

Der nahezu ausverkaufte Circus Krone bot die passende Bühne für den Abend. Die Stimmung war gut, wenn auch stellenweise etwas zurückhaltend – vielleicht den festen Sitzplätzen geschuldet. Frontmann Peedy Chavis gab jedoch alles, um das Publikum mitzureißen und zum Mitmachen zu animieren. Die Setlist bot einen gelungenen Querschnitt durch das Repertoire von Postmodern Jukebox: von „Dancing in the Dark“ und „It’s Not Unusual“ (mit einem großartigen Waschbrett-Solo) über „Thriller“ und „Wannabe“ bis hin zum unverzichtbaren „All About That Bass“.

Fast zwei Stunden lang wurde das Publikum mit musikalischem Können, Witz und nostalgischem Charme bestens unterhalten. Im persönlichen Vergleich mit früheren Auftritten – etwa vor rund acht Jahren mit dem großartigen Casey Abrams – hätte ich mir diesmal ein größeres Ensemble gewünscht. Damals konnte das Projekt seine enorme stilistische Bandbreite und die Vielfalt seiner Künstlerinnen und Künstler noch
eindrucksvoller zeigen. Nach dem Konzert erzählte mir Olivia Jones, dass die Logistik und die Kosten für große Tourproduktionen inzwischen eine Herausforderung darstellen. Dennoch hoffe das Team, bald wieder mit größerer Besetzung auf Tour gehen zu können.

Fazit: Auch in kleiner Formation bleibt Postmodern Jukebox ein außergewöhnliches Live-Erlebnis. Der
Abend in München war musikalisch ein Genuss und allemal die Reise wert. Möge dieses Projekt weiterhin volle Konzertsäle und ein begeistertes Publikum finden – denn wer einmal dabei war, weiß: Nostalgie kann verdammt frisch klingen.

Vielen Dank an den Veranstalter (Global Concerts GmbH) und unsere Kollegin Kirstin Dittrich von K3-Foto

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